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Unheimliche Begegnungen

An dem Abend als es geschah, lief ich nichtsahnend mit meinem Hund auf der Straße. Es war ein ganz normaler Abendspaziergang, wie immer. Dachte ich. Nach einiger Zeit fing der Regen an zu plätschern und ich holte den Regenschirm, den ich immer dabeihatte, heraus. Mit der Zeit wurde es immer stärker und es blitzte und donnerte. Alles war normal, bis direkt vor mir ein Blitz einschlug. Ich schreckte kurz zurück und schloss vor Schreck die Augen. Als ich sie wieder öffnete, stand eine unheimliche alte Frau vor mir. Ihr schrumpeliges Gesicht blickte mich an und sie sagte:” Wohin des Weges, mein Kind?” Ich war verwundert aber antwortete: ”Wer sind sie und was wollen sie von mir?” Sie gab mir keine Antwort, also machte ich einen großen Bogen um sie und rannte weg. Einige Sekunden später hörte ich wieder einen Blitz. Ich schaute nach hinten, aber da war nichts. Rein gar nichts. Es wurde mir zu unheimlich, also lief ich schnell nach Hause. Vor der Tür holte ich meinen Schlüssel aus der Tasche. Er glitt ins Schloss, ich drehte ihn und die Tür sprang auf. Ich war allein zu Hause, meine Eltern waren auf einem Seminar. Ich ging ins Bad und wusch mir die Hände. Danach gab ich meinem Hund Futter und Wasser.
Ich wärmte mir mein Essen auf und setzte mich. Ich dachte über die alte Frau nach, während ich das Radio anschaltete. Kurz danach machte ich mich fertig und ging ins Bett.
Als am nächsten Morgen der Wecker klingelte, ging ich schnell zum Frühstück nach unten. Als ich fertig war, zog ich Jacke und Schuhe an und lief zur Schule. Das Wetter hatte sich nicht verbessert, es blitzte und donnerte noch schlimmer als gestern. Einige Minuten später, bemerkte ich das mein Schnürsenkel offen war. Als ich mich bückte, um sie zuzubinden, zuckte ein Blitz über den Himmel. Ich richtete mich auf und sah SIE. Die alte Frau von gestern schaute mir in die Augen. Sie kam auf mich zu, aber ich wich zurück. Doch dann sagte sie etwas, was mir das Blut in den Adern gefrieren ließ: „Nimm dich in Acht, das Böse ist hinter dir her.” Schon wieder zuckte ein Blitz über den Himmel und die Frau verschwand vor meinen Augen. Das war mir dann echt zu viel. Ich musste erst realisieren was gerade passiert war. Aber ich schwor mir, es niemandem zu erzählen, da sie mich sonst für ein seltsames komisches Mädchen hielten, also behielt ich es für mich. In dieser Nacht bekam ich kein Auge zu. Meine Eltern waren bereits zurückgekehrt und ich überlegte es ihnen zu erzählen. Doch nein, lieber nicht. Wenig später lief ich zum Bäcker, natürlich nicht ohne Regenschirm. Ich war eigentlich sicher das die Frau wiederkommen würde. Und es geschah nur wenige Minuten später. Doch diesmal kam sie ohne Worte auf mich zu gerannt. Aber dann verwandelte sie sich in meine Mutter, die mich wachrüttelte, während ich schweißnass im Bett lag.

Eine Kurzgeschichte von Alessia P.

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