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Falknerei

Was ist ein Falkner überhaupt? 

Die Falknerei ist die Kunst, mit Vögeln zu jagen. Bereits im Mittelalter haben Fürsten und Könige große Jagden mit Greifvögeln veranstaltet.  

Was macht ein Falkner? 

Die Falknerei gehört zum Bereich der Jägerei – nur, dass eine Falknerin oder ein Falkner mit einem Greifvogel jagt. Er oder sie benötigt dafür einen Jagd- und einen Falknerschein. Die Beziehung zwischen einer Falknerin/einem Falkner und dem Greifvogel ist nicht so, als wären sie beste Freunde, sondern sie ist vergleichbar mit der Beziehung zwischen Kolleg*innen. In der Falknerei werden junge Vögel ausgebildet und zwischen Mensch und Tier wird Vertrauen aufgebaut. Falkner*innen müssen sich bis zu zwei Stunden pro Tag mit den Tieren beschäftigen. Der Greifvogel wird in einer “Voliere” gehalten. Das ist ein großer Käfig mit einem Häuschen und einem Netz. Der Greifvogel benötigt einen Ast und weitere Sitzmöglichkeiten. Er braucht ebenfalls Wasser und Futter, wie z. B. Mäuse, kleine Vögel oder Kaninchen. Für ihre Arbeit benötigen Falkner*innen Handschuhe.  Weil die Vögel auf den Händen von Falkner*innen sitzen, bieten Handschuhe einen Schutz vor ungewollten Verletzungen. Greifvögel haben nämlich sehr scharfe Krallen, da sie als Beutegreifer damit ihre Beute erlegen. 

Wie werden die Greifvögel eingesetzt? 

Im Herbst beginnt die Jagdsaison, die etwa vier bis fünf Monate dauert. Ein Greifvogel kann zur Jagd ab dem Tag eingesetzt werden, an dem er sein Jugendgefieder verliert und das Erwachsenengefieder bekommt. Das ist etwa im Alter von drei Monaten. Die Greifvögel, die am besten für die Jagd geeignet sind, sind in der Regel Wanderfalken, Habichte und Wüstenbussarde. Besser für die Jagd geeignet sind die Weibchen, da sie häufig größer sind als die Männchen. Bei kleinerer Beute kann das Jagen mit einem männlichen Vogel von Vorteil sein. 

Wenn euch das Thema interessiert, könnt ihr euch dazu näher erkundigen. Beispielsweise gibt es auf Burgen manchmal Falknereien, die Flugshows anbieten und weitere Auskunft zu dem Thema geben.  Hier muss man jedoch momentan unbedingt die örtlichen Hygiene-Bestimmungen beachten.    

von Annika Slowik 

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