Eine neue Jugend für Deutschland?
Am 30.11.2025 wurde in Gießen eine neue Jugendorganisation gegründet: Generation Deutschland. Dabei handelt sich um die Jugendpartei der AFD. Diese Jugendpartei soll nun die AFD zur Normalisierung helfen und engagierte Jugendliche fördern, doch wo sehen Menschen das Problem? Denn während des Kongresses zur Einführung der Tochterpartei, gab es draußen auf den Straßen mehrere Protestaktionen, welche die Gründung verhindern sollten. Was ist so kritisch an der „Generation Deutschland“, obwohl ja doch auch so viele andere Parteien Jugend- und Töchterparteien bereits seit mehreren Jahren haben und diese für ihre Mitglieder anbieten?
Was ist überhaupt die AFD und wer steckt dahinter?
Viele kennen bereits die Partei „Alternative für Deutschland“. Sie hat in den letzten Wahlen mehr Popularität unter Wählern erlangt, ist aber dennoch sehr umstritten. Denn die Partei gilt als rechts, manche würden sogar rechts-extrem sagen. Zu den politischen Zielen gehört, dass die AFD beispielsweise das Land erneuern will und die nationale Einheit in der Freiheit zu wahren. Dazu sprechen sie sich in ihrem Programm gegen den Zentralismus, die Gleichmacherei und die Uniformität in der Innenpolitik Deutschlands aus.
Generell hat die AFD ein eher schlechteres Ansehen in der heutigen Gesellschaft, da sehr viele diese mit der NSDAP vergleichen, wo die Meinungen auseinander gehen.
Was macht die Generation Deutschland?
Die Generation Deutschland will Jugendlichen die Möglichkeit geben, in die Partei und generell in die Politik sich einzubringen. Dabei erlaubt sie nur Parteimitgliedern auch Teil der Jugendpartei zu sein, dazu später aber mehr. Momentan ist der Vorsitzende Jean-Pascal Hohm.
Welche Ziele will die GD erreichen?
Einer der größten Ziele, die sie erreichen wollen, sind generelle Mitglieder für die Mutterpartei, da sie so Jugendliche für sich gewinnen können.
Auf der einen Seite will sie Jugendliche politische Chancen geben, wie bereits oben schon genannt, auf der anderen Seite wollen sie erreichen, dass die AFD wieder „normalisiert“ bzw. wie jede andere Partei auch behandelt wird. Und da alle anderen Parteien auch Jugendparteien haben, ist diese Idee einer der ersten Schritte in diese Richtung.
Dazu sagen sie auch auf ihrer offiziellen Website aus, dass sie die patriotische Jugend fördern und neues Personal für die Partei und das Parlament anwerben wollen.
Was lief schief bei der „Jungen Alternative“?
Wie viele wahrscheinlich schon wissen, gab es vor der „Generation Deutschland“ die „Junge Alternative“. Dies war früher die Jugendpartei der AFD, allerdings hatten sie diese nicht so gut unter Kontrolle. Denn eine Sache, welche die JA von der GD unterscheidet, ist, dass bei der JA eine Parteimitgliedschaft nicht notwendig war, weswegen diese auch nicht sehr gut kontrolliert werde konnte. Aus diesem Grund lief diese Tochterpartei schnell aus dem Ruder und wurde schließlich aufgelöst. Dazu war die JA auch als rechtsradikal eingestuft und früher oder später sowieso geschlossen worden.
Wegen diesen Gründen hatten bzw. haben auch immer noch sehr viele Menschen Angst, dass die Jugend rechts bzw. „zu rechts“ werden könnte, wenn dies solche Gemeinschaften und Umfelde sind, in welchen sich Jugendliche aufhalten.
Die Rede von Alexander Eichwald
Während der Gründungsfeier kandidierten auch Parteimitglieder für den Platz des Jugendvorsitzenden, darunter auch Alexander Eichwald. Dieser sorgte allerdings für sehr viel Aufruhe, da er in seiner Rede eine bestimmte Betonung auf dem „r“ hatte, was viele Personen an Adolf Hitler erinnert hat. Dazu überzog Eichwald seine Rede um ein paar Minuten und äußerte sich später so dazu, dass er es zur Anschaulichkeit der Gesellschaftskritik gemacht hatte. Allerdings benutzte er in seiner Rede viele Slogans, die aussagten, dass man die deutsche Kultur schützen müsse.
Generell kann man aber sagen, dass sehr viele Parteimitglieder innerhalb der AFD diese Rede auch nicht in Ordnung fanden und man sowas nicht dulden sollte, so Jean-Pascal Hohm.
Mein Fazit:
Was ich aus all dem schließe, ist, dass man die neue Jugendpartei im Auge behalten, aber solange keine Gefahr von ihr ausgeht, sie existieren lassen sollte. Schließlich ist Deutschland ein Land mit freier Meinungsäußerung. Allerdings sollte man sich bewusst sein, was es bedeutet, wenn jugendlich in dem jungen Alter schon mit diesen „rechten Idealen“, welche die AFD vertritt, konfrontiert werden und so die Chancen steigen, dass die Jugendlichen ein eher rechtes Meinungsbild entwickeln könnten.
Am Ende des Tages aber ist es gut, dass diese ganze Jugendpartei von Anfang an mit einem kritischen Auge betrachtet worden ist.
Quellen: www.afd.de ; Tagesschau
Von Freyja Evers
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